Native American Studies/Gender Studies
Im Anschluss an meine Promotion und Feldforschungsaufenthalte in den USA arbeitete ich zunächst viele Jahre als freie Wissenschaftlerin, Fachübersetzerin und Lektorin/Korrektorin. Während dieser Zeit entstanden zahlreiche Publikationen.
Außerdem war ich am Institut für Ethnologie der Universität Hamburg langjährige Lehrbeauftragte im Bereich Native American Studies.
Provenienzforschung
Von 2017 bis 2024 war ich im Rahmen von Drittmittelprojekten am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM) für Provenienzforschung an der dortigen ethnologischen Sammlung zuständig.
Aus dem ersten Projekt zu Ethnographica aus dem Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin, die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts an das Hildesheimer Museum gelangten, gingen eine Ausstellung und die Monografie „Den Sammlern auf der Spur“ (2021) hervor.
PAESE: Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen
Anschließend untersuchte ich im Rahmen des mehrjährigen Verbundprojektes „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ (PAESE) die Sammlernetzwerke der Direktoren des Städtischen Museums Hildesheim (heute RPM). Das PAESE-Projekt wurde von der VolkswagenStiftung gefördert. Darauf folgten zwei vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Projekte zu den chinesischen Porzellanen aus der Sammlung Ohlmer im RPM und zwei „Kriegsgewändern“ von den Vute in Kamerun.
Ausstellungen
- Im Zusammenhang mit meinem ersten Projekt kuratierte ich die Ausstellung „Den Sammlern auf der Spur“ (2019/20) im RPM.
- Im Rahmen meines PAESE-Teilprojektes erstellte ich eine kleine Ausstellung über Ethnographica aus dem Museum Godeffroy sowie die virtuellen Ausstellungen
„Souvenirs aus Neuguinea? Die Sammlung des Ingenieurs Hermann Großkopf“
über eine Sammlung aus dem ehemaligen „Deutsch-Neuguinea“ (zusammen mit Sara Müller, damals Universität Göttingen)
„Modische Schwergewichte aus Namibia“
über traditionelle Mode der Herero-Frauen. Diese Ausstellung war zuvor auch bereits „analog“ im RPM zu sehen.
Freie Arbeiten
Im Auftrag des „Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen“ habe ich im Landesarchiv Hannover umfangreiches Material gesichtet. Es ging um die Identifizierung von Ethnographica, aber auch NS-Raubgut, in niedersächsischen Heimatmuseen.
- Für das „Netzwerk“ habe ich im Sommer 2025 zudem Ethnographica unbekannter Herkunft aus den Sammlungen zweier niedersächsischer Einrichtungen bestimmt.
- Im Rahmen des Projektes “Getting Our Stories Back” (Ethnologisches Museum Berlin) wurde ich mit der Sichtung von umfangreichem Archivmaterial und der Erstellung eines Dossiers mit den Ergebnissen beauftragt. Es ging um die Erwerbungsumstände von Objekten der Sammlung Johan Adrian Jacobsen in Alaska (Anfang der 1880er Jahre, Chugach-Region).
Referenzen

Provenienzforschung
Dr. Claudia Andratschke
„Frau Dr. Sabine Lang hat im Auftrag des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen zur Vorbereitung künftiger Drittmittelanträge umfangreiche Bestände des Landesarchivs Hannover darauf untersucht, ob es in niedersächsischen Museen Hinweise auf Ethnographica oder NS-verfolgungsbedingt entzogene Güter gibt. Anschließend hat sie ihre Ergebnisse in Dossiers dokumentiert.
Außerdem wurde sie beauftragt, die unklare regionale und kulturelle Herkunft zahlreicher Ethnographica in den teilnehmenden Museen des 2024/25 mit dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. gemeinsam durchgeführten „Erstcheck Subsahara-Afrika“ zu bestimmen.
Ihre breit gefächerten ethnologischen Kenntnisse, ihre langjährige Erfahrung mit Provenienzforschung und historischen Archivrecherchen sowie ihre außerordentliche wissenschaftliche Gründlichkeit machten Frau Dr. Lang zur idealen Besetzung für diese Aufgaben. Dies bestätigten auch die ausgezeichneten, detaillierten und exzellent dokumentierten Ergebnisse ihrer Recherchen.
Wir werden daher jederzeit erneut auf ihre Expertise zurückgreifen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.“
Dr. Claudia Andratschke, Koordinatorin Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen
